Mein Weg von der unscheinbaren Angestellten zur erfüllten Branddesignerin

Heute begleite ich einfühlsame Frauen zu einem Branddesign, das ihre Essenz zeigt, und fotografiere professionell Pferde. Ich bin stolz darauf, sagen zu können: Ich lebe von meiner Leidenschaft.
Doch das war nicht immer so – mein Weg begann ganz unten.

Nach meiner Ausbildung zur Grafikerin startete ich hochmotiviert in meine erste Stelle als Grafikdesignerin. Doch ich musste schnell merken, dass ich dort überhaupt nicht hinpasste und andere Vorstellungen von meinem Traumjob hatte. Zum einen war ich die Ruhige – die, die in der Gruppe eher zuhörte, als laut von ihrem Wochenende zu erzählen. Aber auch bei der Arbeit waren Ergebnisse gewünscht, die immer schneller, immer besser sein sollten. Ich fühlte mich immer kleiner.

Dieser Druck im Berufsalltag stand im starken Kontrast zu dem, was ich in meinem Nebenjob erlebte. Schon während meiner Ausbildung und darüber hinaus arbeitete ich nebenbei als Pferdefotografin – und das mit ganzem Herzen. In dieser Zeit durfte ich viele wunderbare Menschen begleiten und für sie fotografieren. Und je mehr ich mit ihnen arbeitete, desto deutlicher spürte ich: Das hier ist mein Raum.
Genau wegen meiner ruhigen, einfühlsamen Art fühlten sich meine Kundinnen gesehen bei mir.

Viele dieser Frauen – Trainerinnen, Osteopathinnen, Therapeutinnen – hatten selbst einen Herzensweg eingeschlagen. Sie waren einfühlsam, engagiert und unglaublich gut in dem, was sie taten. Aber sie alle hatten Schwierigkeiten damit, sich zu zeigen. Sich selbst zu vermarkten fühlte sich für sie unangenehm oder aufgesetzt an. Und fast keine von ihnen hatte sich bisher mit dem Thema Branding beschäftigt.

In genau diesen Begegnungen wurde mir klar: Sichtbarkeit muss nicht laut sein. Sie darf auch leise, sanft und klar sein. Und ich spürte zum ersten Mal, dass ich genau diesen Frauen helfen möchte, gesehen zu werden. Nicht durch eine grelle Fassade, sondern auf IHRE Art.

Rückblickend war diese Zeit der Beginn eines inneren Wandels. Ich durfte erkennen, dass mein Feingefühl keine Schwäche ist, sondern meine Superkraft. Und dass genau das, was früher oft kritisiert wurde, heute das ist, was meine Arbeit ausmacht.

Heute kreiere ich Branddesigns, die nicht nur ästhetisch sind, sondern sich nach dir anfühlen. Für Frauen, die bereit sind, mehr von sich zu zeigen. Die spüren, dass sie wachsen wollen – auf ihre Art.

Was ich dir mit diesem Blog sagen möchte:
Du musst dich nicht verändern, um sichtbar zu werden. Aber du darfst dir ein Umfeld schaffen, das dich trägt. Und genau dabei kann dir dein Branding helfen – wenn es ehrlich ist, durchdacht und zu dir passt.

Titelbild: Valentina von reflected